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Ortsunabhängig arbeiten: Libby und Marcel

Ihre gemeinsame Leidenschaft ist das Reisen. Libby Green (30) und Marcel Gnauk (33) haben all ihr Hab und Gut aufgegeben, um frei zu sein und ortsunabhängig arbeiten zu können. Über ihre Erlebnisse berichten sie auf ihrem Blog.

Damals, als Libby und Marcel einander noch nicht kannten, tourte sie als Hochzeitsvideografin durch verschiedene Länder. Ortsunabhängig arbeiten war also schon früher ein Thema für sie. Gleichzeitig entwickelte die junge Frau aus Los Angeles die „Eat Away“-App, die es Veganern, Vegetariern oder Allergikern leicht macht, auf Reisen kommunizieren zu können, was sie gern essen möchten. Marcel arbeitete derweil in der Dokumentationsabteilung eines Industrieunternehmens, reiste durch Europa, machte viel Sport.

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Dann kam Nizza. Und veränderte alles. „Es war sehr intensiv“, erinnert sich Libby. Sie machte in der südfranzösischen Stadt Urlaub mit ihrer Mutter, Marcel mit einem Freund, einem Fotografen. Eine alte Kamera, mit der Libby am Strand Fotos schoss, war deshalb der sprichwörtliche Eisbrecher. „Als wir uns das erste Mal sahen, war da dieser Funke“, sagt die 30-Jährige. Dieser Funke war der Start einer Fernbeziehung. Wenige Male trafen sich die Amerikanerin und der gebürtige Deutsche – mal in den USA, mal in Europa –, reisten gemeinsam, bis sie beschlossen, alles zu ändern. „Wir hatten beiden den gleichen Traum, dauerhaft zu reisen. Zusammen haben wir ihn in die Tat umgesetzt“, berichtet Libby.

Das heißt: Sie gaben ihre Wohnungen auf, verkauften die meisten ihrer Besitztümer, kauften sich einen umgebauten Transporter, den sie „Monster“ tauften, und fuhren los. Frankreich, Spanien, Marokko, England. Die Stationen der Tour der beiden Vagabunden lassen sich auf eatawayblog.com nachverfolgen – in Videos, die Libby dreht. In diesen zeigen sie und Marcel die schönen Seiten ihrer Langzeitreise und vegane Köstlichkeiten, die sie auf dieser probieren.

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Das Paar gehört zu jenen Menschen, die am liebsten langsam reisen, sprich: sich Zeit nehmen, um die Menschen, Kulturen und Orte in der Fremde wirklich kennenzulernen. „Wir freuen uns über die kleinen Dinge wie landestypisches Essen oder Begegnungen mit Menschen“, sagt Libby. Jeder neue Tag bringt etwas Schönes, birgt Überraschungen und bringt Libby und Marcel sich selbst und einander ein Stück näher.

Nach einem Zwischenstopp bei Freunden in Biberach haben die beiden ihr „Monster“ verkauft und touren aktuell mit Backpacks durch Japan. Einen Plan haben die 30-Jährige und ihr 33-jähriger Lebensgefährte nicht – sie bleiben dort, wo es ihnen gefällt. „Wahrscheinlich geht es von Japan mit der Fähre nach Südkorea“, sagt Marcel. „Mal sehen.“ Selbst die ursprüngliche Idee, etwa ein Jahr zu reisen, ist nicht fix. Vielleicht werden es doch zwei Jahre. Wer weiß?

Darum geht es: Das Leben annehmen wie es ist, Dinge tun, die man liebt, Orte sehen, von denen man immer geträumt hat. Was das Schönste auf ihrer Tour ist, können Libby und Marcel deshalb gar nicht genau sagen. „Jeder Tag ist ein Geschenk. Wir sind in jedem Moment dankbar für unseren Lifestyle“, bemerkt Libby.

Wie sie diesen finanzieren? „Wir sind in unseren Dreißigern und haben gespart“, so die Videografin. Und dann bringen der Blog und die App noch Geld ein. Doch um dieses geht es in dieser Geschichte gar nicht. Sondern um den Realität gewordenen Traum zweier Menschen, die sich eines Tages zufällig in Nizza begegnet sind.

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

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