Wie finde ich meine Berufung? Jennifer Wolff

Wie finde ich meine Berufung? Wie finde ich ein Projekt, bei dem mir das Herz aufgeht? Das wollte Jennifer Wolff (30) wissen. Eine Antwort hat die Berlinerin auf diese Fragen mit ihrem Blog „She flows“ gefunden. Dort zeigt sie Frauen, wie sie ihre Weiblichkeit entdecken.

„Ich hatte noch nie einen 9-to-5-Job und die Vorstellung, fünf Tage die Woche ein- und denselben Schreibtisch zu sehen… oh nein, danke“, sagt Jenni. Die Bloggerin ist froh, dass sie sich nie an den „Luxus“ des bezahlten Urlaubs und 13. Gehalts gewöhnen konnte.

Nach ihrem Studium – Foto- und Kommunikationsdesign – arbeitet sie selbständig, verdient ihr Geld mit Grafik- und Webdesign, mit Fotoreportagen, als Barista und als Nanny. „Also ganz schön kunterbunt, aber dafür sehr abwechslungsreich.“

Wie finde ich meine Berufung? Die Antwort darauf ist individuell

Die meisten von uns können deutlich mehr als sie sich zutrauen. Es gibt Persönlichkeiten, denen es nicht ausreicht, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, die mit mehreren Bällen jonglieren – und zwar gut. Wenn ich tagein, tagaus nur eine Aufgabe hätte – ich könnte das nicht aushalten. Jennifer ist auch so jemand.

„Wir sind alle einzigartig und das sollten wir uns wieder bewusst machen“, sagt die 30-Jährige.

Durch die Medien, durch Erziehung und Schulbildung werde das nicht wirklich leicht gemacht, „aber jeder von uns ist hier, um seine eigenen Erfahrungen zu sammeln und nicht die eines anderen“, stellt sie fest.

Stärker werden, sich selbst kennenlernen

Dazu gehören auch schlechte Erfahrungen. Das Leben ist nicht immer einfach – aber mit dem richtigen Mindset, mit der Einstellung, dass auch traurige Erlebnisse uns weiterbringen, werden wir stärker. Jenni ist dafür ein gutes Beispiel.

Früher wollte sie allen gefallen, es allen recht machen. Sie mochte ihren Körper nicht, entwickelte eine Essstörung, stürzte in eine Depression. Ein Umzug brachte sie weiter weg von ihrer gewohnten Umgebung und näher zu sich selbst. „Jetzt, wo ich mich mit meinem Körper auseinandersetze und ihn lieben lerne, merke ich, was ich die ganzen Jahre verpasst habe – und zwar ein super tolles Freiheitsgefühl“, sagt sie.

Schauen, wohin das Herz uns lenkt

Freiheit. Das ist für jeden etwas Anderes. Und auch ein Umzug funktioniert nicht immer, um zu sich selbst zu finden. Oft verlagern wir bloß unsere Probleme an einen neuen Ort.

So war das bei mir. Ich wollte immer in einer Großstadt leben – und als ich dies erreicht hatte, war ich nach kurzer Zeit dennoch unglücklich.

Jennifer sagt, dass es auch unglücklich macht, das zu tun, was andere tun, ohne darüber nachzudenken, in welche Richtung einen das eigene Herz lenkt.

Sie hat schmerzhaft erfahren, dass es wichtig ist, sich mit seinem Innenleben auseinanderzusetzen, mit seinen Wünschen, Träumen, Hoffnungen. „Viel lesen, selbstreflektieren und aufarbeiten“, lautet ihr Rat.

In jedem von uns steckt so viel

Ihre Erfahrungen teilt die Berlinerin auf ihrem Blog. Sie plant, eine große Plattform zu schaffen, „in der Frauen sich und ihren Körper neu entdecken und wieder zu ihrer ganz einzigartigen Kraft kommen“. In jedem von uns stecke so wahnsinnig viel und dafür muss Raum gemacht werden“, sagt sie.

Langfristig möchte die junge Frau mit „She flows“ ihren kompletten Unterhalt verdienen und reisen. „Frei wie ein Vogel. Das machen ja mittlerweile einige – und es funktioniert.“

P.S. Falls auch du dich fragst: „Wie finde ich meine Berufung?“ – habe ich einen Buchtipp für dich:

Liebe-deine-Arbeit-katharina-pavlustyk

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