Ortsunabhängig arbeiten als Texter: Anita Vetter

Anita Vetter (32) schreibt. Texte für Webseiten, Broschüren, Magazine. Aber auch Geschichten über Menschen, die ihr Geld nicht mit 08/15-Jobs verdienen. Ein Leben ohne das Schreiben – das wäre für die Berlinerin unvollständig. Sie will im Moment ortsunabhängig arbeiten und ihre Freiheit genießen.

Manchmal braucht es Impulse, damit wir den für uns richtigen Pfad erkennen. Bei Anita war es so. Die Selbständige kam nicht von selbst dazu, sich im Bereich Text selbständig zu machen. Ortsunabhängig arbeiten – das war bis zu einer Veranstaltung ein unbekanntes Konzept für sie.

„Ich bin mehr darüber gestolpert“, sagt sie. Über den Blog Travelicia erfuhr sie von der DNX, einer Konferenz für digitale Nomaden.

„Die Community um die DNX hat sich für mich als festes Netzwerk entwickelt, durch das ich auch viele neue Freundschaften geschlossen habe“, stellt die 32-Jährige fest.

2015 hat sie von Gran Canaria, Prag und Lissabon aus gearbeitet – immer zusammen mit anderen digitalen Nomaden. „Das ist ein ganz neues Lebensgefühl“, sagt Anita.

Herzensprojekt „Und du so“

Ihr Geld verdient die Freiberuflerin mit dem Texten und Konzipieren, sie schreibt Blogbeiträge, gibt Content-Workshops, kümmert sich um die Inhalte bei Relaunches von Webseiten. Unter anderem. „Im Grunde kann alles dabei sein, wo Text drauf soll“, sagt die junge Frau.

Neben ihrem Business betreibt sie ein weiteres Herzensprojekt: ihren Blog Und du so.

Damit möchte sie Lesern zeigen, „dass das Arbeiten nicht immer klassischen Regeln folgen muss. Ich habe so viele spannende Menschen kennengelernt, die ihr eigenes Ding machen und ihre Wünsche, Ziele und Träume in ihr Leben integrieren. Es ist unglaublich viel möglich und machbar.“

Ortsunabhängig arbeiten, Chancen erkennen

Sie selbst kann sich im Moment nicht vorstellen, in einen festen Job zurückzukehren.

„Allerdings kann ich auch nicht voraussehen, wie das Leben sich entwickelt. Ob es irgendeine Lebensphase geben wird, in der ich entscheide, wieder für ein Unternehmen zu arbeiten.“

Das ist wahrscheinlich das Schönste am Dasein als digitaler Nomade. Eine Wahl zu haben. Möglichkeiten zu erkennen. Sein Potenzial zu nutzen.

Das heißt nicht, dass das Thema „Zukunft“ keine Rolle spielt. Auch jene, die ortsunabhängig arbeiten, planen.

Anita will sich künftig mehr Zeit für ihren Blog nehmen „und der Gedanke, Bücher zu schreiben, ist nach wie vor in meinem Kopf“, sagt sie. Auch soll das Reisen mehr und mehr Platz in ihrem Leben einnehmen.

All diese Vorhaben haben nicht mit dem unsteten Einsiedlerleben zu tun, das dem Begriff „digitaler Nomade“ zuweilen anhaftet. Sondern mit Mut und Selbstvertrauen.

(Foto: Moussa Hakal)

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

Liebe-deine-Arbeit-katharina-pavlustyk

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