Vertraue in deine Stärken: Matthias Matting

Matthias Matting gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Selfpublishing-Autoren und hat die Freiheit, das zu tun, was er tun möchte. Jeden Tag aufs Neue. Seine Geschichte zeigt: Vertraue in deine Stärken und du kommst deiner Bestimmung sehr nah.

Als Kind wollte Matthias Astronaut werden – oder Schriftsteller. Schon früh haben sich diese zwei Interessen bei ihm gezeigt, das Interesse für die Welt der unerschütterlichen Fakten, das Technische, und fürs Kreative und Schöne – das Schreiben. „Geschrieben habe ich schon immer. Mit zwölf Jahren habe ich meine erste Geschichte an eine Zeitschrift verkauft und 20 Mark dafür bekommen“, sagt er.

In seinem Studium widmete er sich dann der Physik, der Erforschung von Naturerscheinungen. Und im Leben von Matthias ist das kein Widerspruch: Er hat einfach schon früh entdeckt, was ihn interessiert, was ihn begeistert – und ist diesem Drang, die Dinge zu verstehen und sein Wissen weiterzugeben, gefolgt.

Vertraue in deine Stärken und Fähigkeiten

Seine Geschichte zeigt noch etwas anderes: dass das Leben ein Fluss ist. Dass es uns immer irgendwohin bringt. Wenn wir in uns und unsere Fähigkeiten, unsere Stärken, vertrauen, führt es uns immer wieder an Ufer, an denen Großartiges auf uns wartet. Als Matthias sein Studium abschloss, wurden keine Physiker gebraucht. „Also habe ich mich bei einer Redaktion beworben und wurde genommen.“ So einfach kann das sein.

Die folgenden Jahre hat er als Redakteur gearbeitet, unter anderem für ComputerBILD und den Focus. Ressort: Forschung und Technik. Er hat seine zwei auf den ersten Blick gegensätzlichen Interessen vereint. Ein Glücksfall? Vielleicht war es weniger Glück als vielmehr Intuition. Der richtige Riecher.

Vertraue in deine innere Stimme

So etwas passiert, wenn wir auf unser Gefühl vertrauen. Ein Gefühl, das uns in genau die Richtung leitet, in der wir am besten sein, unser Potenzial entfalten können.

Das Schreiben ist ein wichtiger Bestandteil in Matthias´ Leben. „Es ist für mich Kommunikation. Ich unterhalte mich mit dem Leser, ich erzähle ihm etwas. Ich erzähle gern von den Dingen, die ich gelernt habe. Da ist es egal, ob ich den Auftrag von anderen oder von mir selbst bekommen habe. Ich würde ja keinen Auftrag annehmen, der mich nicht interessiert oder für den ich nicht kompetent bin“, sagt er.

Für etwas bezahlt werden, das man gern tut

Seit etwa zehn Jahren schreibt Matthias nicht nur als Journalist, sondern auch als Autor. Er hat diverse Bücher veröffentlicht, Bücher über die Stringtheorie und die Quantenphysik, Bücher übers Schreiben und über Morde. Das, worin er am besten ist, lässt ihn unglaublich produktiv sein

38 Bücher in zwei Jahren hat Matthias vor einiger Zeit geschrieben. „Ich schreibe etwa zehn Stunden am Tag, die unterschiedlichsten Dinge. Manchmal fühlt es sich wie Arbeit an, insbesondere, wenn die Recherche abgeschlossen ist und ich etwas ‚nur noch‘ aufschreiben muss. Die Wörter dann vom Kopf aufs Papier zu bringen, kommt am ehesten Arbeit gleich. Aber es stimmt schon, was Konfuzius sagte. Wenn man für etwas bezahlt wird, das man gern tut, dann ist das sehr befriedigend.“

Wähle einen Beruf, den du liebst, und du musst nie wieder arbeiten. (Konfuzius)

Seit Anfang des Jahres arbeitet Matthias – zuletzt war er Programmleiter im Bereich e-Book in einem Verlag – nur noch für sich. „Und das ist sehr entspannend. Ich bin in meiner Zeiteinteilung wirklich frei. Am Vorabend überlege ich mir, was ich alles schaffen will, und dann setze ich das um. Da ich nun seit 25 Jahren beruflich schreibe, kann ich das recht gut einschätzen“, sagt er.

Das Selfpublishing ermöglicht es dem gebürtigen Brandenburger, das zu tun, was er tun will – „verbunden mit der Verantwortung für Erfolg und Misserfolg“. Er hat in seinem Leben etwas gefunden, das ihm Spaß macht, das ihn begeistert und jeden Tag aufs Neue motiviert. Wie auch andere das schaffen? „Ich fürchte, da gibt es nur einen Weg – ausprobieren.“

Gelassen mit sich selbst sein

Und ja, viele Menschen sagen, sie würden gern etwas Bestimmtes tun, ein Buch schreiben zum Beispiel, fangen aber nie an, weil ihnen, wie sie auch sagen, die Zeit fehlt. Matthias sieht das gelassen. „Manchmal ist es wirklich schöner, sich etwas vorzustellen, als es dann tatsächlich zu tun. Ich bin dagegen, Menschen ihre Ausreden wegzunehmen. Es sind ja Erwachsene. Jeder soll so glücklich sein, wie er möchte“, sagt er.

Als Kind wollte Matthias Astronaut werden – oder Schriftsteller. Das mit dem Schriftsteller ist längst geschafft. Und die Sache mit dem Weltall … „wird vielleicht noch. Elon Musk will 2024 mit 1000 Menschen zum Mars starten. Der Flug soll dann bloß noch 200.000 Dollar kosten …“

(Foto: Birgit-Cathrin Duval)

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