Die eigene Berufung finden: Jörg Lehmann

Jörg Lehmann ist nicht nur Künstler. Er malt nicht einfach nur Bilder. Er gestaltet Visionen, Träume, Wünsche.  Mit seinen Werken hilft er anderen Menschen, mehr Positives in ihrem Leben zu sehen.  Noch vor einigen Jahren war er weit davon entfernt, seine Berufung zu leben. Ein Lehrstück darüber, wie man die eigene Berufung finden kann – und einen Weg zu sich selbst.

Nach Studium und Volontariat bei einer Tageszeitung erklomm Jörg die Karriereleiter. Mit seinem Manager-Posten bei einem der größten deutschen Verlage am Standort Moskau war der gebürtige Oberschwabe recht zufrieden – bis sich in seiner Branche die Perspektive verfinsterte.

„Zu diesem Zeitpunkt war für mich klar, dass ich mir etwas anderes überlegen musste“, sagt der Familienvater.

Doch bis zu seiner Selbständigkeit, bis zu seinem Unternehmen „Motivation Art“ war es da noch ein weiter Weg.

Jörg beschäftigte sich mit der Frage, was er künftig machen will. „Ich habe verschiedene neue Lebenskonzepte kennengelernt“, berichtet er.

Ein Seminar zum Thema „Berufung“ hat dem 43-Jährigen geholfen, wieder zu sich selbst zurückzufinden.

„Manchmal stecken wir so tief drin im eigenen Denken, dass wir von außen Impulse brauchen“, stellt er fest. Dank des Seminars erkannte der gelernte Redakteur, dass er jemand ist, der gern kreativ ist und „spielen“ möchte – mit Worten, wie er das als Journalist getan hatte, aber auch mit Ideen und Farben.

Er wollte sich wieder auf jene Dinge konzentrieren, die mit seinen Neigungen zusammenhängen. Er fing, da er Freude daran hatte, an, wieder Bilder zu malen – eine Leidenschaft seit Kindertagen.

Die eigene Berufung finden, Menschen glücklich machen

Denn eines hatte Jörg aus dem Seminar mitgenommen: „Wenn man sich an den Dingen ausrichtet, die nicht mit den eigenen Talenten harmonieren, wird man nie gut sein. Es wird nie Spaß machen. Wenn man jedoch Dinge tut, die man mag, kommt der Erfolg fast automatisch.“

Ein Prinzip, dem nach Worten des Visionsmalers in der Schule kaum Beachtung geschenkt wird. Und ohne Leidenschaft „ist das ein Kämpfer-Leben – von 9 bis 17 Uhr, von Wochenende zu Wochenende, von Urlaub zu Urlaub“.

Nach dieser Erkenntnis war der Verlagsprofi sehr produktiv: Innerhalb eines Monats malte er 30 Bilder und fühlte sich großartig. Vielleicht, weil er die Ergebnisse seines Talents in Acryl vor sich sah – etwas, das er geschaffen hatte.

Nach und nach entwickelte Jörg Ideen und gründete „Motivation Art“. Sein Konzept ist es, die Laune der anderen mithilfe von bunten Bildern positiv zu beeinflussen. Deswegen hat er anfangs einige seiner Werke mit Audio-Playern ausgestattet, die ein Lachen oder entspannende Musik abspielen. Deswegen finden sich oft Smileys auf den Bildern des 43-Jährigen. Deswegen ist er mit seiner Kunst an jene Orte gegangen, an denen von Haus aus wenig gelacht wird: in Krankenhäuser, Arztpraxen.

Wünsche in Kunst verwandeln

Diesen ersten Schritten folgten weitere, folgte etwas, das Jörg nicht geplant hatte: „Einige Leute haben mich gefragt, ob ich Bilder für ihre Büros malen könnte“, sagt er. Die Bilder sollten dabei nicht nur eine optische Funktion erfüllen, sondern für etwas stehen, das sich die Auftraggeber in ihrem Leben wünschten.

Dieses Konzept erwies sich als erfolgreich: Heute kann der Künstler gut davon leben, die Visionen, Wünsche und Träume seiner Klienten auf die Leinwand zu bringen. „Das sind oft Lebensthemen. Es kann sein, dass sich jemand einen Partner wünscht oder einen neuen beruflichen Schwerpunkt.“ Andere wollen an der Wand ihre Zukunft betrachten oder ihre Lebensphilosophie.

Für Jörg „gibt es nichts Schöneres, als sich intensiv mit den Träumen von Menschen zu beschäftigen“ und diese Träume in ein Kunstwerk zu transformieren.

Das, was er macht, fühlt sich für ihn richtig an. Er wollte die eigene Berufung finden und erfüllt heute seine Lebensaufgabe.

Neue Struktur der Arbeitens und Lebens

Nach einem einstmals fremdbestimmten Alltag, der aus Terminen und Sitzungen bestand, ist Jörg heute vollkommen frei.

Es gibt kein „Das muss ich jetzt machen, obwohl ich es nicht will“.

Für den Visionsmaler ein tolles Gefühl. Er schafft mit seiner Leidenschaft eine neue Struktur des Arbeitens und Lebens, baut sich ein Netzwerk voller spannender Menschen auf, die sich gegenseitig unterstützen, begleiten, ergänzen.

Er hat einen Weg der persönlichen Entwicklung hinter sich und will anderen auch künftig dabei helfen, das Positive zu erkennen, von dem sie umgeben sind. Gleichzeitig entwickelt sich der Bereich Coaching weiter: So bietet der Maler kreative Workshops an, in denen Teilnehmer unter anderem Collagen ihres Lebens erstellen und neue Blickwinkel entdecken.

Bei ihm ist alles im Fluss. Weil nicht das Geld Triebfeder seines Tuns ist, sondern Leidenschaft. „Es ist wie eine Energie, die du da plötzlich erzeugst.“ Und diese werde früher oder später monetarisiert. „Das liegt daran, dass Begeisterung da ist. Das spüren die Menschen.“

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