Berufung finden: Timm Wienberg

Irgendwie wusste Timm Wienberg immer, was das Richtige für ihn ist. Er hat mit 30 Jahren bereits fünf Start-ups aufgebaut und lebt die Freiheit, von der viele träumen. Seine Geschichte zeigt, was wichtig ist, wenn du deine Berufung finden möchtest.

Dass er sich selbständig machen würde, war Timm schon während seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann klar.

„Ich hatte den Wunsch, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen“, sagt der Hamburger. 

Kaum mit der Lehre fertig, gründete er sein erstes Unternehmen: „Planwerft“, eine Agentur für temporäre Architektur und Messebau. Das war 2012. Nur ein Jahr später eröffnete er mit Business-Partnern, das „Projektquartier“, ein Co-working-Büro in Hamburg. 2014 zog er mit „Cleverframe“ eine Vertriebsfiliale für mobile Messebausysteme hoch. Und das obwohl er sich bis dahin nie mit dem Verkauf von Produkten beschäftigt hatte. Also las der 30-Jährige viel, eignete sich Wissen an.

Weil er unzufrieden mit der Entwicklung seiner Start-ups war, wechselte Timm wieder ins Angestelltenverhältnis und leitete mehr als ein Jahr das größte Kaffeehaus in der Schweiz.

Kein guter Tausch, denn wieder befolgte er Anweisungen von oben.

„Ich hatte nicht den Eindruck, ich könnte dort meine Kompetenz voll entfalten. Ich wollte gestalten, statt mich erneut in ein System einzufügen“, sagt der Macher. Er wollte seine Berufung finden und leben.

Also kehrte er zurück — nach Deutschland und in die Selbständigkeit. Mit seiner Frau Johanna Wilke — sie ist Bestatterin — entwickelte er 2015 die „Trauerbox“, ein Erste-Hilfe-Angebot für Menschen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. In diesem Jahr gründete er sein nächstes Unternehmen, das eine Software für Bestatter entwickelt.

Timms Stärke ist es wohl, Lösungen für Probleme zu sehen, wo andere an den Schwierigkeiten verzweifeln.

Wenn etwas nicht funktioniert, hält sich der 30-Jährige nicht lange mit der falschen Antwort auf. Er sucht nach der richtigen. „Es ist wichtig, die Vergangenheit loszulassen und sich zu fragen, was die Situation braucht, damit es weitergeht“, erklärt Timm. 

Nicht warten, sondern machen, ausprobieren. Das ist seine Maxime.

Wenn Timm von seinen Projekten spricht, ist die Leidenschaft zu spüren, die hinter seinem Tun steckt. Die Motivation, die Identifikation mit einem neuen Vorhaben sei eine andere, wenn es mit Passion verfolgt werde.

Was kannst du gut?
Was macht dir Spaß?
Wo ist dein Potenzial?
Was interessiert dich?
Was geht dir leicht von der Hand?
Wie willst du arbeiten? Wo? 

Wenn du Antworten auf diese Fragen findest, kann du auch deine Berufung finden, dein Herzensprojekt.

Ein solches ist für Timm gerade sein aktuelles Vorhaben.

Doch der Jungunternehmer hat eine größere Vision. Er möchte Arbeit neu definieren, aber vor allem auch die Denkweise von Unternehmen und Unternehmern ändern. „Ich kann mir vorstellen, ein Unternehmen auf die Beine zu stellen, das wirklich eine große Auswirkung auf viele Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden hat.“ Ein Unternehmen, in dem um die Sache geht und nicht um den finanziellen Profit von Einzelnen.

Dabei stellt sich Timm die Fragen:

Wo besteht Bedarf?
Was ist sinnvoll, was nicht?
Wie können wir ein Unternehmen so gestalten, dass es um die Arbeit geht und um den wirklichen menschlichen Bedarf?

Sinn maximieren, nicht den Gewinn. Diesen Leitspruch möchte Timm mit Inhalten füllen. 

Timms Buchtipps:

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Blogverzeichnis - Bloggerei.de blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor