Hamsterrad verlassen: Chris und Jens

Christopher Klein und Jens Helbig haben ihre Berufung gefunden: Sie schreiben Bücher in ihrem eigenen Verlag „JC Books“. Sie wollen Lesern bei wichtigen Lebensthemen weiterhelfen, sie motivieren, ihnen zeigen, wie sie ihr Hamsterrad verlassen. Gemeinsam haben die zwei außerdem eine Freiheitsformel entwickelt, die sie in diesem Gastbeitrag vorstellen. 

Die meisten von uns stecken auf die eine oder andere Art im Hamsterrad fest. Wir laufen Tag für Tag immer schneller, um bei steigenden Lebenshaltungskosten und meist gleichbleibenden Löhnen unsere Lebensqualität halten zu können. Und wir haben immer weniger Zeit für uns – für unsere Weiterentwicklung und ein selbstverwirklichtes Leben.

Für uns, zwei vielseitig interessierte und abenteuerlustige Kerle, war genau das die Ausgangsposition, um etwas zu verändern.

Vor ungefähr acht Jahren begannen wir, Studium und konventionelles Leben zu hinterfragen. Damals haben wir Internationale Volkswirtschaftslehre studiert und befanden uns in einem gemeinsamen Auslandsjahr in Mexiko-Stadt.

Dort hat uns vor allem die extreme Ungleichverteilung zwischen wenigen extrem reichen Menschen und vielen extrem armen Menschen berührt. Beide leben Tür an Tür – und trotzdem liegen Welten zwischen ihnen.

Besonders beeindruckt hat uns, wie glücklich und zufrieden oft jene sind, die wenig besitzen. Ganz im Gegensatz zu der Situation in Deutschland, wo es um das Haben und Immer-mehr-haben geht. In Mexiko steht hingegen das Sein im Vordergrund.

Das hat uns zum Nachdenken angeregt.

Wieso gibt es eine große Ungleichheit auf unserem Planeten, wenn doch mehr denn je produziert wird? Warum kommt es immer wieder zu Krisen, die vor allem arme Menschen besonders hart treffen? Wie können wir aus diesem Kreislauf ausbrechen? Wie können wir unser Leben selbst gestalten?

Wir haben den Code zu dieser Fragekombination geknackt.

Zunächst sind wir auf ein paradoxes Phänomen gestoßen: Auf der einen Seite strebt der Mensch von Natur aus nach einem einfachen Leben. Auf der anderen Seite wird es durch wissenschaftliche Erkenntnisse und sich ständig weiterentwickelnde Technologien immer komplizierter. Aber: Je simpler das Leben ist, umso weniger sind wir durch Komplexität eingeschränkt. Umso mehr können wir uns frei entfalten.

Hamsterrad verlassen: Dafür braucht es Zeit

Freie (Lebens)Zeit ist der entscheidende Faktor, um sich persönlich, finanziell oder auch spirituell weiterzuentwickeln. Wer sich jedoch im Hamsterrad dreht, hat am Ende des Tages immer weniger Zeit, um seine wahren Ziele zu verwirklichen.

Das zeigt sich an einem einfachen Beispiel: Praktisch jeder besitzt heute mindestens ein Smartphone, ein Tablet und/oder einen Laptop. Rein theoretisch sollen sie unser Leben erleichtern, Zeit für einst zeitraubende Arbeiten einsparen. 

Doch das tun sie mitnichten. Denn wir machen uns von ihnen abhängig, checken alle fünf Minuten unsere E-Mails, klicken uns durch Google-Ergebnisse oder Facebook-Posts. Oft stundenlang. 

Aber: Zeit ist Geld. 

Diese Formel von Benjamin Franklin hat auch heute nicht an Aktualität verloren. Unsere Lebenszeit ist unser wertvollster Besitz.

José Mujica, ehemaliger uruguayischer Präsident, beschreibt das ungleiche Verhältnis von Zeit und Geld folgendermaßen:

Durch Arbeit tauschen wir unsere Lebenszeit gegen Geld.

Mit Geld (je nachdem, wie viel wir davon haben) können wir uns alle Güter aneignen, die wir uns wünschen.

Da wir uns im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zu einer Konsumgesellschaft entwickelt haben, ist Konsum zur höchsten Maxime geworden.

Abstrakt betrachtet tauschen wir also Lebenszeit gegen Güter.

Die Lebenszeit ist jedoch das einzige Gut, das wir nicht kaufen können. Wir können sie nur ausgeben.

Jeder trifft seine ganz persönliche Entscheidung, ob er Geld als Mittel zur Freiheit oder zur Knechtschaft verwendet. Wir können das Geld, das wir verdienen, in Dinge stecken, die kurzfristig Spaß bereiten. Wir können es aber auch – wie die Zeit – sinnvoll investieren, um finanzielle Freiheit zu erlangen.

Wir haben unser Geld und unsere Zeit in die Veröffentlichung unserer Bücher gesteckt. Je erfolgreicher wir werden, umso mehr Zeit investieren wir in unsere wahre Berufung, weil wir sie nicht mehr für jemand anderen, einen Arbeitgeber zum Beispiel, verwenden. Darin liegt einer der Codes, um das Hamsterrad zu verlassen.

Unsere Strategie: Investiere dein Geld in Lebenszeit. Je mehr Geld du angespart hast, umso mehr (freie) Zeit hast du angesammelt. Unsere Freiheitsformel kann dir dafür einen entscheidenden Anstoß geben. Sie zielt auf die Errichtung eines Arbeitsstunden-Faktors (F) ab. Dieser definiert sich, wenn wir Ausgaben (A) durch Einnahmen (E) teilen.

F=A/E

A zeigt die quantitative Summe deines Lebensstandards. E sagt aus, wie viel Geld du monatlich einnimmst, ob als Angestellter oder Selbständiger. Je geringer der Arbeitsstunden-Faktor F, umso näher bist du deinem Ziel der finanziellen Freiheit. Ist er höher als 1, machst du Schulden.

Der Arbeitsstunden-Faktor gibt also an, wie viel Prozent deines Einkommens ausgereicht hätten, um deine Ausgaben zu decken. Multiplizierst du F mit der Anzahl der monatlich gearbeiteten Stunden, weißt du, wie viele Arbeitsstunden ausgereicht hätten, um deine Ausgaben zu decken. Letzten Endes geht es also darum, deine Ausgaben zu senken und deine Einnahmen zu steigern.

So senkst du den Faktor Arbeitsstunden auf ein Minimum.

Hast du Geld angespart, kannst du mithilfe unserer Formel ablesen, wie viele Monate oder Jahre du bei konstanten Ausgaben ohne Einkommen leben kannst. Dafür addierst du dein Geldvermögen (G) zu den Einnahmen:

F= A/(E+G)

Ein Faktor von 0,125 hieße zum Beispiel, du könntest alle Ausgaben acht Monate lang ohne Einkommen decken. Der Faktor 1 heißt, du schaffst das genau einen Monat lang. Ein Faktor von 0,01 würde 100 Monate oder acht Jahre und vier Monate bedeuten. Finanzielle Freiheit heißt also, dem Faktor Arbeitsstunden von Null möglichst nahe zu kommen.

Das ist absolute Freiheit.

Diesen Prozess nennen wir das Anstoßen des Glückseffekts. Alles hängt davon ab, worin wir unsere freie Zeit (oder unser Geld) investieren. Je mehr Zeit (und Geld) wir haben, umso mehr können wir davon in die Verwirklichung unserer Träume, in die Schärfung unserer Fähigkeiten, in soziale Kontakte oder – ganz allgemein – in unsere persönliche Weiterentwicklung investieren. Und umso erfolgreicher werden wir auf dem Glückspfad.

Das größte Glück für Christopher Klein und Jens Helbig ist es, sich mit ihrer Arbeit als Autoren selbst verwirklichen zu können. In ihrem 2013 gegründeten Verlag „JC Books“ sind Titel wie „Der Hamster verlässt das Rad – der Weg zu finanzieller Freiheit und Autarkie“ und „Der Glückseffekt – der ultimative Ratgeber für ein glückliches und erfülltes Leben“ erschienen.

Willst auch du dein Hamsterrad verlassen? Erfüllung in dem finden, was du gern machst? Einer Arbeit nachgehen, die du liebst? Dann habe ich einen Buchtipp für dich:

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