die-eigene-berufung-finden-markus-cerenak

Die eigene Berufung finden: Markus Cerenak

Beharrlich, fokussiert, diszipliniert: Diese Eigenschaften sollte jemand haben, der ein Online-Business starten will. Davon ist Markus Cerenak (41) überzeugt. Und er muss es wissen: Der Österreicher hat innerhalb kurzer Zeit einen erfolgreichen Blog aufgebaut, in dem er anderen hilft, die ihr Hamsterrad verlassen, die eigene Berufung finden und ortsunabhängig arbeiten möchten.

Seinen Weg hat der Allrounder – Markus ist auch Autor diverser E-Books, Coach, Kommunikations- und NLP-Trainer sowie Podcaster – über Umwege gefunden. Er war eine Art Job-Hopper, den es kaum in einem Beruf lange hielt: Nach jeder neuen Anstellung machte sich bald die Langeweile breit, die Frage nach dem Sinn der Tätigkeit wurde immer lauter.

In einer Zeit, als es dem 41-Jährigen auch gesundheitlich schlecht ging, hatte er eine Eingebung und fing an, wie ein Besessener Notizblöcke vollzuschreiben – mit einer Vision dessen, was er sein kann, mit einer Neuerfindung seiner selbst.

Die eigene Berufung finden mithilfe einer Innenschau

Durch die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seinen Stärken, seinen Fähigkeiten und seiner Vorstellung von einem bereichernden Leben „habe ich Gelassenheit und vor allem Zufriedenheit gelernt“, sagt der 41-Jährige.

Er verabschiedete sich langsam, nach und nach vom Alltag, der aus Büro, den immer wieder gleichen Aufgaben, mit denen er sich nicht identifizieren konnte, bestand. Das, was ihn nicht erfüllte, ließ er hinter sich. Heute kann er jeden Tag das tun, was für ihn wichtig ist, was er als sinnvoll erachtet, was ihn und seine Gefolgschaft weiterbringt.

Hamsterrad verlassen

Von seinem Engagement auf verschiedenen Ebenen kann der Wiener gut leben: Auf seinem Blog bietet er digitale Produkte an, ist an einem virtuellen Fotografie-Kurs beteiligt, gibt in Videos und im realen Leben sein Wissen rund um Blog-Erstellung und E-Mail-Marketing weiter.

„Es ist ein spannender Job“, betont der Macher. Er ist überzeugt, dass jeder das Hamsterrad verlassen, die eigene Berufung finden und ortsunabhängig arbeiten kann. Wichtig seien dabei die Faktoren „Produkt“, „Nische“ und „Zielgruppe“.

Wie findet man eine Nische?

Seine Nische zu finden, sei kein Hexenwerk. Es gelte zunächst, inne zu halten, in sich zu schauen, den Status quo zu erfassen. „Das, was du am allerbesten kannst, kommt dir oft als das normalste der Welt vor, weil du es so gut kannst“, sagt Markus. Deshalb sei es wichtig, zu erkennen, wo die eigenen Stärken liegen.

„Was kannst du den ganzen Tag lang tun, ohne dass dir einer Geld gibt? Wofür brennst du?“ – wer diese Fragen für sich beantworte, sei schon einen Schritt weiter.

Wer mit der eigenen Begeisterung für ein Themengebiet gleichzeitig ein Problem von anderen Menschen löst, die bereit sind, Geld für die Problemlösung auszugeben, kann an die Sache mit der Nische einen Haken setzen.

„Menschen gehen heute ins Internet, um sich zu amüsieren, zu vernetzen oder ein Problem zu lösen. Google ist die größte Problemlösungsmaschine der Welt“, sagt der Kommunikationstrainer. Wer ein Problem von anderen löst, hat eine reale Chance auf ein „mehr oder weniger lukratives Online-Business“.

Mit der Festlegung der Nische sei die eigene Zielgruppe auch schon definiert: Wer sich in der Orchideenzucht auskennt, kann sein Wissen an Menschen weitergeben, die es kaum schaffen, eine dieser zarten Pflanzen am Leben zu halten. Wer im Umgang mit einer Spiegelreflexkamera versiert ist, kann sein Wissen an Fotografie-Neulinge weitergeben.

Das Produkt, das treue Blog-Leser oder Kurs-Teilnehmer kaufen können, hat – wie soll es anders sein – auch mit der Nische zu tun. Zusätzliche Informationen – verpackt in ein E-Book, einen weitergehenden Online-Kurs oder ein Training von Angesicht zu Angesicht – lassen sich monetarisieren.

Geld gehört dazu

„Auch wenn es viele Blogger oder Kollegen anders sehen: Natürlich wird Wachstum nicht nur auf Basis von Leserzahlen und Menschen gemessen, die meinen Newsletter abonnieren. Am Ende des Tages geht es auch darum, was man damit an Geld verdient“, führt der Österreicher aus. Das Geldverdienen gehöre zu Leidenschaft und Berufung dazu.

„Nimmt man den Geldaspekt weg, ist es keine Berufung, sondern Liebhaberei, ein Hobby“, sagt Markus.

Er ist der Auffassung, dass viele Menschen das ortsunabhängige Arbeiten ohne festen Arbeitgeber im Rücken aus finanziellen Sorgen scheuen. Zusätzlich spielen Selbstzweifel eine Rolle und die Reaktionen von nahestehenden Menschen.

Auch stehe die Frage im Raum, was sein wird, wenn es mit dem Online-Business doch nicht funktioniert. „Ab einem gewissen Alter ist es nicht so einfach, von Null anzufangen“, sagt der Coach. Er empfiehlt deshalb den nebenberuflichen Start in die Online-Selbständigkeit. Auf diese Weise sei es möglich, sich in die neue Art des Arbeitens hineinzufühlen.

Stimmen von Zweiflern ignorieren

Was die vermeintlichen Vorteile einer Festanstellung angeht, so verlieren diese bei genauer Betrachtung an Gewicht: Ein fester Job sei „um nichts sicherer außer einen Monat Kündigungsfrist“, führt Markus aus. „Wie viele Angestellte gibt es, die niemals ganz nach oben kommen, die trotz ihrer Arbeit jeden Cent umdrehen müssen oder die Tag für Tag überfordert sind?“, schiebt der 41-Jährige hinterher.

Wer seinen Weg gehen will und sich für seine Sache entscheidet, sollte zudem Stimmen von Zweiflern pfleglich ignorieren: „Für Kritiker werden keine Statuen erbaut. Jemand, der dagegen ist, wird niemals herausragend werden. Dagegen sein ist nicht schwer, dafür braucht es keinerlei Fähigkeiten.“

(Foto: Jolly Schwarz)

Next Post

You Might Also Like

4 Comments

  • Reply Carolin von Caros Küche 12. August 2015 at 20:00

    Schön geschrieben! Ich lese Markus‘ Blog auch ab und zu und finde, dass du ihn gut getroffen und vorgestellt hast!
    Liebe Grüße
    Carolin

    • Reply journalito 13. August 2015 at 13:55

      Danke sehr! Das freut mich!

  • Reply Martin 13. August 2015 at 8:00

    Der letzte Satz gefällt mir am besten 🙂
    „Für Kritiker werden keine Statuen erbaut. Jemand, der dagegen ist, wird niemals herausragend werden. Dagegen sein ist nicht schwer, dafür braucht es keinerlei Fähigkeiten.“

    • Reply journalito 13. August 2015 at 13:56

      Den Schluss finde ich auch stark, Martin! Das Zitat wollte ich auf jeden Fall drin haben…

    Leave a Reply

    Blogverzeichnis - Bloggerei.de blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor