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Glück finden: Andreas Gregori

Mit 35 Jahren hatte Andreas Gregori alles erreicht, wovon viele Menschen träumen: Er war Teil der Geschäftsführung eines Unternehmens, lebte in einer großen Wohnung, besaß mehrere Autos. Der 39-Jährige wollte irgendwie durchs Leben kommen, um selbiges später als Rentner zu genießen. Doch der Zufall wollte etwas anderes –  und heute inspiriert Andreas mit seinen Podcasts andere Menschen, die ihr Glück finden wollen.

Für die meisten von uns ist Arbeit eine Pflichterfüllung, es hat nichts mit unserer wahren Leidenschaft oder mit unserer Berufung gemein. Wir tun, was wir eben tun müssen. So denken wir zumindest.

Mit einer solchen Vorstellung lebte auch Andreas einige Jahre. Nach seinem BWL-Studium arbeitete sich der heute 39-Jährige hoch – bis in die Geschäftsführung eines mittelgroßen Industrieunternehmens. Den Spaß sparte er sich für die Zeit als Pensionär auf.

Bei einem Seminar über das Gesetz der Anziehung  – dieses geht davon aus, dass unsere Lebensbedingungen eng mit unseren Gedanken und Gefühlen verknüpft sind – lernte er jemanden kennen, der ihm die Augen öffnete.

Plötzlich war für den Vertriebsprofi klar: „Ich kann alles erreichen, was ich will“.

Glück finden – sein neues Projekt

Er erinnerte sich, dass er schon immer in der Schweiz leben wollte – also kündigte er seinen Job in Deutschland, verkaufte und verschenkte das meiste, das er besaß, und zog mit seiner Frau nach Glattfelden im Kanton Zürich. Dort folgte für Andreas eine innere Suche nach dem, was seine wahre Berufung ist.

„Ich habe mich gefragt: Was mache ich gut? Was mache ich gerne?“, sagt er.

Reden und zuhören – das entdeckte der 39-Jährige als seine Stärken neu. Und er wusste, dass er Geschichten weitergeben wollte, die anderen Menschen Mut machen.

Das war die Geburtsstunde des Projekts „Glückfinder“.

 

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In diesem spricht der Neu-Schweizer mit Männern und Frauen, die ihr persönliches Glück finden wollten oder die eine schwierige Situation erfolgreich gemeistert haben. 

Sein Ziel sei es gewesen, mindestens einen Menschen pro Jahr derart zu beflügeln, dass er sein Leben verändert.

„In kurzer Zeit ist das Projekt durch die Decke gegangen. Das Feedback ist grandios“, sagt Andreas.

Er diskutierte mit Titus Dittmann, dem „Vater der deutschen Skateboard-Szene“, über die Chancen des Ungewissen, erfuhr vom Friseur Engels Emmanuel Rodriguez, warum er Obdachlosen kostenlos die Haare schneidet, und fing die unbändige Lebenslust von Silke Naun Bates ein, die mit acht Jahren bei einem Unfall beide Beine verloren hatte.

Geschichten wie diese zeigen die positiven Seiten des Lebens, geben Hoffnung und stärken.

Doch die „Glückfinder“-Interviews hinterlassen nicht nur bei den Zuhörern Spuren. „In jedem Gespräch gibt es Sequenzen, bei denen der Gast über sich redet und es mir vorkommt, als rede er gleichzeitig über mein Leben. So gesehen liefern mir meine Gesprächspartner Antworten auf innere Fragen, die mich beschäftigen“, stellt Andreas fest.

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Er ist überzeugt davon, dass jeder glücklich sein kann. „Glück finden ist so einfach. Es ist eine Entscheidung“, für die es allerdings kein Rezept gebe. Wer die Erwartungen an sich und andere eliminiert, wer aufhört, zu vergleichen, sei dem Glück ganz nah. Man müsse bereit sein, auf seine innere Stimme zu hören, sich zu verändern und seine Träume zu verfolgen, seine Berufung zu leben. Das mache reich – nicht Besitz.

„Wir wissen ganz genau, was wir brauchen und lassen dennoch oft die Welt für uns Entscheidungen treffen“, sagt der Kommunikationstrainer.

Deshalb sei es wichtig, sich mit sich selbst und seinen Wünschen zu beschäftigen. „Die Welt ist nicht ungerecht. Jeder ist selbst verantwortlich – für alles, was ihm geschieht“, wirft Andreas ein.

Er rät dazu, sein Leben – ob beruflich oder privat – so zu gestalten, dass man zufrieden ist. Einen Beruf wollen die meisten mit dem Eintritt ins Rentenalter aufgeben, eine Berufung können wir auch mit 90 Jahren leben.

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du glücklich wirst mit einer Arbeit, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

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3 Comments

  • Reply “Glück ist so einfach” | journalito 30. August 2015 at 12:19

    […] Weiterlesen […]

  • Reply Daniela Große 30. August 2015 at 12:30

    Hallo Kathi,

    „Wir wissen ganz genau, was wir brauchen und lassen dennoch oft die Welt für uns Entscheidungen treffen“ … das kenne ich auch. Wer sich nicht entscheidet, der wird entschieden. Nicht-Entscheidungen fühlen sich schlimmer an als Fehler: sie bringen ein Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins mit sich, während Fehler mir nur ganz deutlich zeigen, was ich nicht will. Mit der Zeit bin ich durch beides mutiger geworden und habe gelernt, mich für mein ganz persönliches Glück zu entscheiden … und das ist mal ein gutes Gefühl!

    Herzliche Grüße,
    Daniela

    • Reply journalito 31. August 2015 at 7:47

      Hallo Daniela,

      ich freue mich, dass du mutiger bist. Das bin ich heute auch, habe früher auch Entscheidungen vor mich hergeschoben, sie ausgesessen. Dieses Passivsein macht auf Dauer mürbe und kreuzunglücklich. Wir müssen also aktiv sein, unser Leben in die Hand nehmen.
      Einen schönen Tag dir!
      Liebe Grüße
      Kathi/journalito

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