Seine Bestimmung finden: Flow und Glück

Seine Bestimmung finden – das ist manchmal gar nicht so einfach. Doch was ist das eigentlich? Und wie merkt man, dass man seine Bestimmung, seine Lebensaufgabe erfüllt? Ein wichtiger Indikator ist der Flow-Zustand, wenn du glücklich sein willst. Hier erfährst du wieso.

Du sitzt im Büro.

Du hast einen Haufen an Aufgaben zu erledigen, aber konzentrieren kannst du dich nicht.

Du schaust aus dem Fenster, nach draußen.

Du würdest am liebsten alles hinschmeißen, aufstehen, deine Jacke nehmen und gehen. Etwas tun, womit du glücklich bist.

Bloß was?

Du zermarterst dein Hirn auf der Suche nach einer Antwort.

Aber sie kommt nicht.

Also bleibst du sitzen, bis zum Feierabend, der dich erlöst. Und am nächsten Tag fängt alles wieder von vorne an.

Kennst du das? So habe ich mich auch gefühlt. Ich war hin- und hergerissen. Ich wusste, dass etwas nicht stimmt. Mein Job war super, die Kollegen waren total nett, die Aufgaben spannend. Aber etwas fehlte. Mein Herz ging nicht auf in dem, was ich tat.

Seine Bestimmung finden. Glücklich sein. Davon war ich meilenweit entfernt.

Ich fühle mich unglücklich und suchte und suchte…

Doch ich fand nichts.

Und weil ich nicht wusste, was ich sonst machen sollte, krochen Zweifel in mir hoch. „Ich kann doch nur schreiben“, habe ich eine Zeit lang gedacht. „Sonst kann ich nichts.“
Und mit dieser Einstellung wurde ich noch unglücklicher.

Wir alle wollen glücklich sein. Wir wollen ein zufriedenes, erfülltes Leben.

Doch oft machen wir uns selbst schlecht, wir wissen nicht, wie es weitergehen soll – aus Selbstzweifeln. Diese rauben uns die Sicht, sie lassen uns in einem Nebel, durch den wir nicht hindurchblicken können. Ich habe mich schlecht gemacht – natürlich kommt mir da keine grandiose Idee.

Auf dem Weg zu Glück und Erfolg musst du dich selbst so annehmen wie du bist. Mit all deinen Talenten und mit all deinen Macken. Das ist der erste Schritt.

Wenn du mit dir selbst im Reinen bist, ziehst du Menschen an, die positiv gestimmt sind. Dann achtest du auf deinen Körper und deine Gedanken und verschwendest deine Zeit nicht für Dinge, die dich bloß ablenken. Bei mir waren das Youtube-Videos, wie ich rückblickend feststelle. Wenn es mir schlecht ging, schaute ich mir an, wie andere Menschen Spaß haben und das Leben genießen. Ich lenkte mich ab. Besser fühlte ich mich dadurch nicht.

Je mehr ich mich stattdessen auf Dinge konzentrierte, die ich gern tat, umso näher kam ich dem, was gemeinhin als Glück bezeichnet wird. Oder als Flow.

Ich schrieb wieder mehr und erkannte, dass ich genau darin aufgehe. Gestern habe ich mich in die Bibliothek gesetzt und an einem Projekt gearbeitet. Das hatte ich mir Anfang der Woche vorgenommen. Ich tippte und tippte… Als ich irgendwann auf die Uhr schaute, waren dreieinhalb Stunden vergangen.

Und ich fühlte mich großartig.

Dieses Gefühl hallte lange in mir nach und ich verstand: dass es keinen Sinn macht, nach dem monumentalen Glückserlebnis zu suchen. Dass der Flow viel besser ist.

Aus folgenden Gründen:

  • Wir erleben den Flow als bereichernd, als belohnend. Körper und Seele sind eine Einheit.
  • Wir sind kreativer, produktiver und haben keine lähmenden Gedanken oder Versagensängste.
  • Wir konzentrieren uns auf eine Sache, die uns Freude bereitet, und geraten in einen Zustand der Selbstvergessenheit.
  • Wir sind ruhig und gelassen, stressen uns selbst nicht und erreichen dennoch unsere Ziele.
  • Wir fühlen uns leicht und zuversichtlich.

Und noch eines: Wir sind am effektivsten, wenn wir im Flow sind. In den dreieinhalb Stunden habe ich zehn Seiten geschrieben.

Wenn du dir also die quälende Frage stellst, was du statt deines Bürojobs machen sollst, kann die Antwort ganz einfach sein: Tue etwas, das du gern tust. Tue etwas, bei dem du im Flow bist. Baue PC-Gehäuse zusammen. Erstelle Fitness- und Ernährungspläne für andere Menschen. Mache Musik. Schreibe Bücher. Koche, fotografiere, nähe.

Mit deiner Leidenschaft, in der du den Flow spürst, kannst du – wenn du es willst – sogar Geld verdienen.

Also warte nicht auf eine Antwort. Du selbst bist die Antwort. Entdecke dein Potenzial.

Liebe Grüße
Katharina

P.S. Worin gehst du so richtig auf? Was ist deine Leidenschaft? Schreib mir an info@journalito.com. Like und teile diesen Beitrag. Melde dich für den kostenlosen Newsletter an und bleibe immer auf dem Laufenden.

P.P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

Liebe-deine-Arbeit-katharina-pavlustyk

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2 Comments

  • Reply Eduard 27. Januar 2016 at 21:51

    Hey Ho,
    mit diesem Blogeintrag hast du meinen Zustand voll und ganz beschrieben. Ich sitze hier im Büro, schaue aus dem Fenster und warte bis meine 8 Stunden Arbeitszeit endlich um sind! Und das obwohl mein Schreibtisch voll ist mit Aufgaben die erledigt werden müssen und eigentlich nicht aufgeschoben werden können. Aber die Luft ist raus, überhaupt keine Motivation zu arbeiten. Statt zu arbeiten nutze ich die Arbeitszeit lieber um in deinem und anderen Blogs zu lesen!
    Das Hamsterrad dreht sich Tag ein, Tag aus. Mittlerweile laufe ich da nicht mehr mit, es ist mehr ein „sich ständig überschlagen im Hamsterrad“. Doch da raus zu kommen ist eine Kunst für sich! Ich glaube, wenn ich alleine wäre, so würde ich nicht zögern. Ich würde meinen Job kündigen, mich ins Auto setzen und für ein paar Monate einen schönen Roadtrip durch Skandinavien machen. Aber die Zeiten wo ich das hätte machen können sind vorbei. Als Alleinverdiener in einer Familie mit 4 Kindern ist das nicht mehr drin. Das Geld kommt nicht von alleine und eine 6 Köpfige Familie braucht nun mal welches zum Überleben! – Tja, FÜR IMMER GEFANGEN IM HAMSTERRAD!

    Gruß
    Eddy

    • Reply journalito 28. Januar 2016 at 10:10

      Lieber Eddy,
      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ein bisschen macht er mich traurig. Du hast den Eindruck, für immer gefangen zu sein… Das ist sicher kein schönes Gefühl.
      Und wahrscheinlich hast du recht; es ist sicher einfacher, ohne Familie von vorn anzufangen. Was ich meinen Leser jedoch versuche zu vermitteln, ist, dass es nie hoffnungslos ist.

      Wenn man etwas von ganzem Herzen will und danach strebt, wird es erreichen. Lass dich nicht von negativen Gedanken davon abhalten, der beste Eddy zu sein, der du sein kannst. Du hast sicher auch irgendwelche Talente und Fähigkeiten, die dich besonders machen. Du kennst dich sicher in irgendeinem Bereich perfekt aus. Nutze das – und schaue nach Gelegenheiten. Du könntest dir auch neben deinem Job etwas Eigenes aufbauen.

      „Du hast leicht reden“, wirst du vielleicht denken. Ja, ich kenne dich und deine Situation nicht. Jeder von uns hat seine Geschichte, seine Probleme. Sprich mit deiner Frau; sie hat sicher auch nichts davon, dass du bis zur Rente schuftest und mit jedem Tag unglücklicher wirst. Überlegt, was ihr machen könnt. Ich habe hier über eine vierköpfige Aussteiger-Familie geschrieben. Vielleicht ist das interessant für dich.

      Lass dich nicht unterkriegen. Schau nach vorn.
      Liebe Grüße
      Katharina

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