Finde deine Berufung, bereise die Welt

Finde deine Berufung, lebe und arbeite ortsunabhängig: Dieses Konzept war und ist für Janine Domnick (33) spannend. Hier berichtet sie, wie sie ihre Balance zwischen Fernweh und Sicherheitsbedürfnis gefunden hat.

Schon am ersten Tag ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau wusste Janine, dass dieser Job nicht das Richtige für sie ist. Aber sie hörte auf ihre Familie. „Du musst etwas Solides lernen“ und „Das Leben ist kein Wunschkonzert“ – Sätze wie diese hörte die Düsseldorferin damals und zog ihre Ausbildung durch. „Es war eine Qual“, erinnert sie sich. Leider sagen die Menschen um uns herum nicht: „Folge deinem Herzen, finde deine Berufung.“ Oft haben wir mit Erwartungen anderer zu tun und entscheiden uns für das „Vernünftige“, das „Sichere“.

So auch Janine. Später arbeitete sie in einer Bank – und auch das war nicht das Wahre für die junge Frau mit Reisesehnsucht. „Eigentlich wollte ich immer ins Ausland“, sagt Janine. Doch eines fehlte der damals 20-Jährigen, um durch die Welt zu ziehen: Geld.

Start als analoge Nomadin

Sie recherchierte und fand eine Lösung für ihr Problem: Sie bewarb sich bei einem Touristikunternehmen für einen Job auf Fuerteventura, erhielt, da sie zu jung war, eine Absage und bewarb sich mit 21 Jahren erneut. Sie bekam wieder eine Absage, weil ihr Spanisch nicht gut genug war. Statt zu verzagen, lernte die junge Frau, besuchte eine Sprachschule in Málaga und bewarb sich zum dritten Mal. Es klappte: Sie ergatterte den Job als Verwaltungsassistentin. Das war der Startpunkt fürs analoge Nomadenleben der Bloggerin.

Jobs in Griechenland, Spanien, Österreich

In den darauf folgenden vier Jahren wurde aus einer schüchternen eine mutige Frau: Janine wuchs über sich hinaus und ging nach Indien, um sich dort zur Ayurveda-Therapeutin ausbilden zu lassen. Sie arbeitete auf Kos – beim selben Touristikunternehmen, für das sie auf Fuerteventura tätig war, später unter anderem als Ayurveda-Therapeutin in Österreich und der Schweiz. Sie reiste durch Europa, Asien und Afrika. Es war eine aufregende Zeit.

Doch es gab auch Schattenseiten: „So sehr ich das Reisen liebe – es macht dauerhaft auch einsam“, stellt die freie Journalistin fest. Tiefer gehende Beziehungen haben ihr in den vier Jahren Nomadenleben gefehlt. Denn außer der Reisesucht schlummert in der 33-Jährigen ein Wunsch nach Sicherheit und Beständigkeit.

Angestellte und digitale Teilzeitnomadin

Diesen hat sie sich erfüllt: Sie lebt mit ihrem Freund in Düsseldorf, deckt ihre Fixkosten mit einer Halbtagsstelle und baut ihr Standbein als digitale Teilzeitnomadin aus. Etwas anderes, einen Vollzeitjob etwa, kann sich die Abenteurerin nicht vorstellen.

Viele werden einfach in bestimmte berufliche Positionen hineingeschubst, sagt sie. Von Vorgesetzten, Kollegen, von Freunden und Familienmitgliedern. Das sprichwörtlich normale, das konventionelle Leben sei anerzogen und jeder, der daraus ausbrechen möchte, ergo nicht normal, absonderlich.

Finde deine Berufung, entscheide dich fürs Glück

Doch: Worum geht es im Leben? In einem ihrer Blog-Posts schreibt Janine, sie möchte nicht über Traffic, Umsätze oder Zahlen definiert werden, sie möchte einfach nur glücklich sein. Darauf kommt es an: Eine Entscheidung für sich selbst treffen – sei sie in den Augen anderer noch so merkwürdig – und zufrieden sein. Weil man (oder Frau) nicht einfach nur tut, was andere tun, sondern seinen Weg geht. Ob nun als analoger oder digitaler Nomade, als Selbständiger oder mit festem Job.

Auf ihrem Blog „Bereise die Welt“ schreibt Janine, wie Vollzeitarbeitende, Weltentdecker und angehende analoge Reisenomaden ihre Lust am Reisen ausleben können.

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

Liebe-deine-Arbeit-katharina-pavlustyk

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