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Die eigene Berufung finden: Tanja Ney

Die eigene Berufung finden, ortsunabhängig leben und arbeiten: Dieses Konzept kann sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Geschichte von Tanja Ney (37) zeigt, dass sich dabei so etwas wie ein fester Job und ein ortsunabhängiges Business bestens vereinbaren lassen. Die Kölnerin ist Teilzeitnomadin und hat sich ihr eigenes, individuelles Lebens- und Arbeitsmodell „zurechtgeschneidert“.

Tanjas Lebenslauf in wenigen Worten nachzuzeichnen ist nahezu unmöglich. „Ich habe schon tausend Sachen gemacht“, sagt die Sozialarbeiterin, Trainerin, Erlebnis- und Umweltpädagogin, Reisende und Bloggerin. Als Angestellte und Freelancerin war sie unter anderem in der Jugendarbeit tätig, hat Seminare gegeben, sich bei Events um die Technik gekümmert, Webseiten gestaltet, Outdoor-Trainings geleitet und auf der Polarfuchsstation in den Westfjorden Islands gearbeitet.

„Ich habe noch nie nur eine Sache gemacht. Das langweilt mich“, konstatiert die 37-Jährige. Aktuell gibt sie Seminare zu Bildungspolitik und Medien, begleitet die Jugendfilmtage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, moderiert, filmt und fotografiert, schreibt Blog-Beiträge und ein Buch, macht anderen als Coach Mut und berichtet auf Bühnen von ihren Reiseabenteuern. Die eigene Berufung finden – das ist etwas sehr Individuelles. 

Problem des „9 to 5“-Jobs

Mancher könnte Tanjas Leben als unstet bezeichnen. Doch im Grunde zeigt ihre üppige Vita, dass es nicht DEN Weg zum beruflichen und gleichzeitig zum privaten Glück gibt, sondern ganz viele. Ja, die Teilzeitnomadin hat verschiedene Kleider anprobiert, einige davon entsorgt, andere behalten. Sie hat es einfach gemacht, „mit Mut und Selbstvertrauen“.

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Und das ist auch etwas, das sie anderen rät, die sich im Hamsterrad gefangen fühlen: „einfach machen“. Denn das Problem des „9 to 5“-Jobs ist meistens nicht der Job an sich, sondern die Verunsicherung oder die fehlende Antwort auf die Frage „Was soll ich denn stattdessen tun?“.

Die eigene Berufung finden und leben – in Teilzeit

Es gibt sehr viel zu tun, die Möglichkeiten für Teil- oder Vollzeitnomaden sind riesig. Jeder von uns hat seine individuellen Stärken, seine Fähigkeiten, etwas, mit dem sich ein perfekt zugeschnittenes Lebens- und Arbeitsmodell erschaffen lässt. Auch das belegt Tanjas Geschichte. Sie wünscht jedem, „dass er seine Leidenschaft zum Beruf machen kann, da ich denke dass man nur dann wirklich glücklich mit dem Job sein kann. Im Flow eben“.

Dieser Flow ist dafür verantwortlich, dass die Bloggerin nie wirklich Feierabend hat, sie arbeitet deutlich mehr als sie es in einem 40-Wochenstunden-Job täte. Und dennoch – oder gerade deshalb – ist sie glücklich. Weil das, was sie tut, sie erfüllt. Weil sie ihr eigenes Schicksal, ihr eigenes Kleid gewählt hat und es mit Stolz trägt. Und das ist wohl der Kern des ortsunabhängigen Arbeitens und Lebens.

Im kommenden Jahr tourt Tanja mit dem Rad durch Island und berichtet von diesem Abenteuer auf www.teilzeitnomaden.de.

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

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