Eigene Berufung finden: Michelle Retzlaff

Die eigene Berufung finden, ortsunabhängig leben und arbeiten: Dieses Konzept kann sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Michelle Retzlaff (24) berichtet von ihrem Leben als WordPress-Ninja, digitale Nomadin und Bloggerin.

Sie hat unter anderem in Australien, Spanien und Schweden gelebt und leitet ihr Online-Business – einen WordPress-Support – aktuell von Las Palmas auf Gran Canaria und bald schon aus Marokko und Thailand. Das ortsunabhängige Arbeiten war für Michelle das ausschlaggebende Argument, um ihren festen Job als Software-Entwicklerin aufzugeben.

„Ich wollte ehrlich gesagt gar nicht per se aus dem Angestellten-Dasein raus. Ich wollte an vielen verschiedenen Orten auf der Welt eine längere Zeit leben“, sagt die junge Frau mit Wurzeln in Berlin. Obwohl ihre Position geradezu prädestiniert dafür war, vom Homeoffice aus ausgeübt zu werden, entschied sich der Arbeitgeber der Informatikerin dagegen.

Vorteile des ortsunabhängigen Arbeitens

In diesem Feld müssen Vorgesetzte umdenken, sagt Michelle. „Das gilt letztendlich für alle Berufe, die hauptsächlich am Computer stattfinden. Typischerweise wird dagegen das allgegenwärtige Argument gehalten, persönliche Meetings an der Kaffeemaschine seien trotzdem notwendig für ein gutes Arbeitsklima und erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Mittlerweile gebe es aber diverse Tools, die eine Online-Kollaboration erleichtern.

„Ich glaube sogar, dass die vielen Vorteile des ortsunabhängigen Arbeitens– mehr Zeit mit der Familie, Ergebnisse gehen über abgesessene Zeit, Wahl des Aufenthaltsort, flexiblere Lifestyle-Gestaltung – eher das Teamgefühl und die Produktivität steigern können“, stellt die Berlinerin fest.

Schreiben und Software-Probleme beheben

Sie ist noch relativ frisch im Online-Business, fühlt sich jedoch auf dem richtigen Weg, auch wenn nicht immer alles rosig ist und einfach ist, auch wenn sie ihre weniger produktive Zeit am Rechner noch reduzieren will. Die Bloggerin hat eine große Leidenschaft für das, was sie tut. Die eigene Berufung finden – das ging bei Michelle quasi automatisch.

„Ich fuchse total gerne Software-Probleme aus“, sagt sie – und auch das Schreiben mache ihr überraschenderweise viel Spaß, obwohl sie es anfangs als „notwendiges Übel“ betrachtet hat. „Ich finde es großartig, dass meine Arbeit jetzt wirklich ein vollwertiger Teil meines Lebens ist.“

Ziel: Business etablieren

Wie sich ihr Einzelunternehmen entwickelt? Michelle blickt zuversichtlich in die Zukunft. In den kommenden zwei Jahren möchte sie ihr Business „so weit etabliert haben, dass ich ohne Sorgen davon überall auf der Welt leben kann – denn zu wahrer Ortsunabhängigkeit gehört auch, sich New York City leisten zu können, oder? – und auch mal ohne schlechtes Gewissen einen freien Tag machen kann“.

Ansonsten möchte sich die digitale Nomadin mehr auf zwischenmenschliche Beziehungen fokussieren. Ja, auch das ist als ortsunabhängig Tätiger kein weit hergeholter Wunsch.

P.S. Falls du wissen möchtest, wie du Arbeit findest, die du liebst, habe ich einen Buchtipp für dich:

Liebe-deine-Arbeit-katharina-pavlustyk

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