Meine Berufung finden: Ben Pawils

„Meine Berufung finden? Wie soll das gehen?“, fragen sich viele. Ben Pawils ist gerade mal 18 Jahre alt. Dennoch lebt er beruflich schon seine Leidenschaft: Der Kölner fotografiert, filmt und übernimmt Design-Projekte. Er ist ein Paradebeispiel für jemanden, dessen Talente früh erkannt und gefördert wurden – und sich zu etwas entwickeln konnten, das man gemeinhin Berufung nennt.

Wenn es um die Berufung geht, dann erscheint der Beruf, erscheinen die Aufgaben oft nicht als Arbeit. Es ist etwas ganz Natürliches, ein Hobby fast, das man einfach macht. Schon immer gemacht hat. So ist es auch bei Ben. Er hat schon immer fotografiert, erinnert sich an eine Silvester-Feier, bei der er feiernde Menschen und Raketen fotografiert hat. Damals war er fünf Jahre alt.

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Er hatte das Glück, dass sein Interesse unterstützt wurde. Mutter und Vater haben ihm zum Knipsen ihre Kameras zur Verfügung gestellt, später ihre Computer zum Bearbeiten der Bilder. „Meine erste eigene Kamera habe ich auch von meinen Eltern bekommen“, sagt Ben. „Und weil sie sich nicht abgesprochen haben, waren es sogar zwei Kameras gleichzeitig.“ Wieder Glück für den damals Siebenjährigen: „Denn die eine war eine Foto- und die andere eine Videokamera.“

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Im Laufe der Jahre wurde aus konzeptlosem Knipsen eine Leidenschaft, Ben entwickelte ein Bewusstsein für Motive, befasste sich mit manuellen Kameraeinstellungen, Belichtungszeit, Blendenöffnung. Mit 14 hatte er erste Aufträge für Kunden. „Ich habe über die Jahre viele Kontakte gewonnen, mich selbst entwickelt und angefangen, mit anderen Leuten und Firmen auf freiberuflicher Basis zusammenzuarbeiten“, sagt Ben.

Heute sieht er nicht nur die Fotografie als seine Leidenschaft, sondern das Gestalten im Allgemeinen. Im vergangenen Jahr hat er seinen ersten eigenen Kalender „Köln bei Nacht“ herausgebracht. Er kümmert sich um das Design von Webseiten, dreht Werbespots, Kurzfilme und Musikvideos.

Im Sommer hat Ben sein Abitur gemacht und möchte seine Freiberuflichkeit in den kommenden Monaten ausbauen. „Ich bin mir noch nicht zu hundert Prozent sicher, ob ich studieren möchte. In der Medienbranche sind oft Erfahrungen und Kontakte sehr viel wichtiger als irgendein Titel, den man auf dem Papier hat“, sagt Ben.

Sein absoluter Traum wäre eine mit Freunden gegründete Medienfirma. „Damit will ich nicht reich werden, aber davon gut leben können. Kreativ sein, mit Freunden arbeiten und im Team hochwertigen Content produzieren – das wäre geil“, stellt er fest. „Ganz nach dem Motto: Wenn du einen Job hast, der dir Spaß macht, musst du nie wieder arbeiten.“

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